Am 22. und 23. Juni 2026 fand im Rahmen des Projekts RailInnoHUB SN‑CZ die Innovationswerkstatt mit anschließendem Netzwerktreffen in Chomutov und Annaberg‑Buchholz statt. Ziel der Veranstaltung war es, Akteurinnen und Akteure aus Sachsen und Tschechien zusammenzubringen, innovative Ideen zu entwickeln und konkrete Projektansätze für die Zukunft grenzüberschreitender Bahninnovationen zu initiieren.
Auftakt mit Impulsen aus der Praxis
Die Innovationswerkstatt im Stadttheater Chomutov startete mit einer Reihe thematischer Impulsvorträge. Vertreter führender Unternehmen und Organisationen beleuchteten zentrale Zukunftsthemen der Bahnbranche: alternative Antriebssysteme, die Digitalisierung der Infrastruktur sowie innovative Signal- und Überwachungstechnologien.
Ergänzt wurden diese Beiträge durch Praxisbeispiele zu Online‑Monitoring und regionalen Hochgeschwindigkeitsprojekten, die den Teilnehmenden wertvolle Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen gaben.
Vom Denken zum Handeln: Ideenwerkstätten
Unter dem Motto „Vom Denken zum Handeln“ war der Workshopteil ein zentraler Punkt der Veranstaltung. In gemischten Teams aus sächsischen und tschechischen Teilnehmenden wurden Ideen diskutiert, weiterentwickelt und teilweise in konkrete Projektskizzen überführt.
Die offene Arbeitsatmosphäre sowie der gezielte Austausch von Perspektiven führten zu konkreten Ansätzen und Kooperationsideen. Erste Ergebnisse wurden bereits am selben Tag vorgestellt und gemeinsam beim abendlichen Get-Together reflektiert.
Networking als Schlüssel zum Erfolg
Neben der inhaltlichen Arbeit bot die Veranstaltung vielfältige Möglichkeiten zum Networking. Der Marktplatz mit begleitender Ausstellung sowie das abendliche „Eat.Talk.Work.“-Format ermöglichten intensive Gespräche und den Aufbau neuer bzw. Stärkung vorhandener Partnerschaften.
Eine Besonderheit stellte das Netzwerktreffen am zweiten Veranstaltungstag dar: Während einer gemeinsamen Fahrt in einem Sonderzug von Chomutov nach Vejprty und den Aufenthalt am Forschungscampus des SRCC in Annaberg-Buchholz fanden fachliche Diskussionen und Networking‑Runden statt.
Gemeinsamer Ausblick
Beim abschließenden „Check‑out“ wurde via Online-Pinnwand zentral gesammelt, welche der entwickelten Ideen in konkrete Projekte überführt werden können und welche weiteren Themen im Projektverlauf in den Mittelpunkt rücken könnten.
Ergebnisse der Veranstaltung
Die Innovationswerkstatt und das Netzwerktreffen haben wichtige Impulse für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit gesetzt:
- Aufbau und Vertiefung zahlreicher sächsisch‑tschechischer Netzwerkbeziehungen
- Entwicklung erster Projektskizzen und konkreter Kooperationsansätze
- Identifikation zentraler Zukunftsthemen:
- Infrastrukturentwicklung
- alternative Antriebe, insbesondere Wasserstoff
- grenzüberschreitende Kommunikation und Zusammenarbeit
Fazit
Die Veranstaltung hat erneut deutlich gemacht, dass Innovation im Bahnsektor vor allem durch Zusammenarbeit entsteht. RailInnoHUB schafft hierfür den passenden Rahmen – interdisziplinär, international und praxisorientiert.
Die entstandenen Ideen bilden nun die Grundlage für weitere Projektentwicklungen im Rahmen des Interreg‑Programms Sachsen–Tschechien und darüber hinaus.