Rückblick: Technikwerkstatt: Bahnübergang voraus! Gefährlich oder gesichert?

Schülerinnen und Schüler bauen und programmieren ihre eigene Schrankenanlage

Wie funktioniert eigentlich ein Bahnübergang? Wann schließen sich die Schranken und welche Technik steckt dahinter? Diesen Fragen gingen am 15. Oktober 2026 sechs Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 5 bis 7 nach.

Die Ferienwerkstatt war eine Gemeinschaftsaktion des VDI e.V. Westsächsischer Bezirksverein Chemnitz und des Smart Rail Connectivity Campus Annaberg-Buchholz.

Von 9:00 bis 12:00 Uhr drehte sich alles um die sichere Gestaltung von Bahnübergängen. Nach einer Einführung in die Grundlagen diskutierten die Teilnehmenden gemeinsam, warum Bahnübergänge benötigt werden, was passiert, wenn sich ein Zug nähert, wie Warnsignale und Schranken gesteuert werden und welche technischen Komponenten dafür erforderlich sind.

Anschließend wurden die jungen Tüftlerinnen und Tüftler selbst aktiv: Ihre Aufgabe bestand darin, eine automatische Bahnschrankenanlage für einen Modellbahnzug aufzubauen und zu programmieren. Dafür standen ihnen Microcontroller vom Typ micro:bit, Batterien, Sensoren, LEDs und Servomotoren zur Verfügung. Jede der beiden Gruppen erhielt außerdem einen Modell-Bahnübergang aus 3D-gedruckten Bauteilen.

Schritt für Schritt entstand so eine funktionsfähige Anlage. Dabei standen insbesondere folgende Arbeitsschritte im Mittelpunkt:

  • Programmierung des Blinkens der Andreaskreuze
  • Einstellung und Kalibrierung des Helligkeitssensors
  • Zusammenbau von Servomotor, Mechanik und Schrankenbaum

Mit der grafischen Programmiersprache Microsoft MakeCode konnten die Kinder die Steuerungslogik einfach selbst erstellen. Programmierkenntnisse waren dafür nicht erforderlich. So wurden Programmierung, Elektronik und Modellbau auf anschauliche Weise miteinander verbunden.

Nach der Inbetriebnahme konnten die Teilnehmenden ihre selbst entwickelten Lösungen direkt an einem Modellbahnzug der Spur G (Gartenbahn) testen. Dabei zeigte sich schnell, ob die Warnsignale korrekt aktiviert wurden und sich die Schranken rechtzeitig schlossen.

Aus der Werkstatt nahmen die Schülerinnen und Schüler zahlreiche praktische Erfahrungen mit:

  • erste Einblicke in Mikrocontroller und Programmierung mit dem micro:bit
  • Grundlagen zu Sensoren, Aktoren und elektronischen Schaltungen
  • systematisches Lösen technischer Aufgabenstellungen
  • praktisches Arbeiten, Testen und Optimieren eigener Lösungen
  • Verständnis für Sicherheitsanforderungen und Risikoabschätzung im Bahnbetrieb

Besonders erfreulich war die ausgewogene Beteiligung: Die Hälfte der Teilnehmenden waren Mädchen. Das zeigt eindrucksvoll, dass technische Themen und digitale Zukunftstechnologien junge Menschen unabhängig vom Geschlecht begeistern können.

Die Veranstaltung wurde durch den VDI-Technikfonds unterstützt. Der Smart Rail Connectivity Campus e.V. und der VDI Westsächsische Bezirksverein Chemnitz bedanken sich bei allen Beteiligten für einen spannenden und erfolgreichen Vormittag voller Technik, Kreativität und Entdeckergeist.

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