Smarte Mobilitätsketten als Zukunftsbild der Mobilität im Erzgebirge

Smarte Mobilitätsketten als Zukunftsbild der Mobilität im Erzgebirge

Im Rahmen des WIR!-Projektes „Smarte Mobilitätsketten im ländlichen Raum“ wird ein smartes, multimodales und vernetztes Mobilitätskonzept für einen Mobilitätsraum in der Region Chemnitz-Erzgebirge entwickelt.

Im Frühjahr fand hierzu bereits eine Online-Umfrage statt, bei der das Konzept mithilfe eines Erklärvideos vorgestellt und aus der Sicht der Nutzer evaluiert wurde.

Die Umfrageergebnisse befinden sich zurzeit in der Auswertung und werden erstmals im Rahmen des 14. Wissenschaftsforum Mobilität der Universität Duisburg-Essen am 23.06.2022 präsentiert.

Ein Einblick in das entwickelte Konzept kann mit dem nebenstehendem Erklärvideo gewonnen werden.

Filmdreh

Filmdreh Kinderbotschafter

Filmdreh

Filmdreh unserer Kinderbotschafter

Zwei aufregende Wochenenden liegen hinter uns und wir sind stolz auf unsere engagierten und top motivierten Kinderbotschafter! Der Filmdreh zu den Videos, die die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft des Smart Rail Connectivity Campus beschreiben, hat uns viel Freude bereitet. Wir sind schon sehr gespannt auf das Ergebnis und freuen uns, wenn wir Ihnen die Filme bald zeigen dürfen.

Danke an die Unterstützer aller Beteiligten, Förderer und Bereitsteller der Drehorte!

 

SCHIRMHERR MARTIN DULIG BESUCHT DEN SRCC

Unter dem Dach des Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) in Annaberg-Buchholz wird das automatisierte Fahren auf der Schiene entwickelt. Der SRCC fungiert als Testfeld Erzgebirge und verfügt über einzigartige Infrastrukturen, die von verschiedenen Partnern eingebracht wird. Bereits jetzt verkehren Forschungszüge auf der 25 Kilometer langen Teststrecke zwischen Annaberg und Schwarzenberg, die einzelne Bausteine der Digitalisierung im Bahnverkehr erproben. Infrastrukturbetreiber der Teststrecke ist die DB RegioNetz Infrastruktur GmbH (Erzgebirgsbahn) Für Ende 2022 ist die Inbetriebnahme der 5G-Infrastruktur (Vodafone) geplant. Die Kommunikationsinfrastruktur ist auch abseits der Gleise nutzbar. Denkbar sind Forschungsprojekte im Bereich Logistik sowie Land- und Forstwirtschaft. Ziel des SRCC ist es, Europas führendes digitales Testfeld zum intelligenten Schienenverkehr zu werden und ein Netzwerk für Forschung, Entwicklung, Prototyping und Zulassung im Bahnverkehr mit Ausstrahlung auf andere Branchen zu bilden.

Über die Entwicklung des Verbundes, zu aktuellen Projekten und Kooperationen sowie zu Infrastruktur und 5G-Ausbau informierte sich heute der Schirmherr des Projektes, Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Dulig: „Der Freistaat möchte Vorreiter bei der Entwicklung und Erprobung des autonomen Fahrens sowohl auf der Straße als auch auf der Schiene werden. Vor diesem Hintergrund ist der SRCC ein herausragendes Projekt auf dem Gebiet des automatisierten Schienenverkehrs und ein bedeutsames Innovationsvorhaben für den sächsischen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort. Die Partner treiben das Vorhaben gemeinsam entschlossen voran, davon konnte ich mich heute vor Ort überzeugen. Ich gehe stark davon aus, dass die europaweit einzigartige Infrastruktur nicht nur regional, sondern auch international die entsprechende Anziehungskraft besitzt und hier zukünftig wegweisende, erfolgversprechende und nachhaltige Projekte erforscht und entwickelt werden.“

Für das Projekt wichtige Infrastruktur-Bausteine sind das 5G-Forschungsnetz entlang der Teststrecke, das EU-weit erste Stellwerk mit Digitaltechnik und der im Besitz der Stadt Annaberg-Buchholz Unteren Bahnhof. Aktuell finden noch Auf- und Umbauarbeiten am Bahnhofsgebäude statt, um auch die notwendigen räumlichen Voraussetzungen für die Forschung und Erprobung zu schaffen. Die Fertigstellung ist im Sommer 2022 geplant. Die Räume im Nordkopf des Gebäudes werden die TU Chemnitz, Frauscher Sensortechnik sowie der Smart Rail Connectivity Campus beziehen. Die bereits begonnenen Baumaßnahmen beinhalten die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes, den Umbau des nördlichen Kopfbaus des ehemaligen Bahnhofsgebäudes zu einem Verwaltungsgebäude mit integriertem Forschungscampus und den Neubau einer Forschungshalle. 

„Für unsere Region ist es enorm wichtig, der demografischen Entwicklung entgegenzuwirken, mehr junge Menschen für unsere Stadt als Lebens- und Arbeitsort zu begeistern und diese bei uns zu halten“, betonte Oberbürgermeister Rolf Schmidt. „Ganzheitliches Handeln statt nur Reden ist unser oberstes Gebot, um Annaberg-Buchholz für alle auch für die Zukunft attraktiv, lebens- und liebenswert zu gestalten sowie der Wirtschaft und deren Wachstum Chancen zu geben“, so Schmidt zum Gesamtvorhaben.

Sören Claus, Geschäftsführer der SRCC gGmbH, ergänzt: „Ich freue mich über die Aufmerksamkeit und Unterstützung, die wir durch den Freistaat Sachsen erhalten. Der Besuch von Staatsminister Dulig gibt uns die Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit und Innovationskraft des SRCC-Bündnisses im Bereich hochkarätiger Forschung und Entwicklung sichtbar zu machen.“

ErzTV berichtete darüber in einem kurzen Videobeitrag.

(Text: Pressestelle Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Fotos: Hans Günther)

EXTENDED DEADLINE – CALL FOR PAPERS

Züge aus der Ferne steuern: TU Chemnitz & Vodafone arbeiten bei Forschungskooperation an 5G-Kommunikation & Automatisierung im Bahnverkehr

Die Erforschung des Einsatzes von 5G-Technik im Zugverkehr nimmt Fahrt auf: Vodafone stattet  im Auftrag der Technischen Universität Chemnitz das gesamte Testfeld im Erzgebirge mit modernster und komplett eigenständiger 5G-Technik aus. Bis 2022 bringt Vodafone das schnellste Mobilfunk-Netz Europas auf den Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) und die 25 Kilometer lange Teststrecke der Erzgebirgsbahn zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg. Die TU Chemnitz erforscht hier die Kommunikation, Automatisierung und Digitalisierung im Bahnverkehr der Zukunft. „Um Züge aus der Ferne zu steuern, braucht es neben hohen Bandbreiten vor allem den Datenaustausch in Echtzeit. Mit 5G-Standalone bringen wir das modernste Netz zu den modernsten Zügen. Mobilfunk reagiert dann so schnell wie das menschliche Nervensystem. Mit unserem Echtzeit-Netz kann die Eisenbahn aus der Ferne gesteuert werden“, so Vodafone Deutschland CEO Hannes Ametsreiter.

Campus-Netz für Konfiguration von Alltagssituationen

Ein Teil der 5G-Infrastruktur wird als eigenständiges 5G Campus-Netz gebaut, damit die Forscherinnen und Forscher sowie Expertinnen und Experten das Netz für Forschungszwecke beliebig konfigurieren können. So lassen sich im Testfeld unterschiedlichste Alltagssituationen simulieren, ohne dass Nutzerinnen und Nutzer im öffentlichen Mobilfunk-Netz beeinträchtigt werden. Um das 5G Campus-Netz auf dem Smart Rail Connectivity Campus gemeinsam mit den Partnern optimal zu nutzen, startet Vodafone eine strategische Forschungskooperation mit der TU Chemnitz.

5G-Netz für die Forschungspartner auf der Teststrecke

„Wir freuen uns außerordentlich über die Forschungsinfrastruktur, die hier entstehen und unseren Forschern einzigartige Forschungspotenziale eröffnen wird. Großer Dank gilt allen beteiligten Partnern, aber auch dem Fördermittelgeber BMVI und dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer, der sich vielfach nachdrücklich für den SRCC eingesetzt hat“, so Prof. Dr. Uwe Götze, Prorektor für Transfer und Weiterbildung der TU Chemnitz.

Züge aus der Ferne steuern

Gemeinsam wollen die Partner den Schienenverkehr nachhaltig automatisieren und digitalisieren. Damit knüpfen sie an eine Weltpremiere an: Im September 2019 brachte Vodafone erstmalig 5G-Technik auf die Gleise. Für Forschungszwecke aktivierte Vodafone im erzgebirgischen Schlettau vorübergehend eine erste 5G-Station an der Teststrecke der Erzgebirgsbahn. Auf Initiative des Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) steuerte der Digitalisierungskonzern so gemeinsam mit Thales einen Zug aus der Ferne.

Vermeidung von Unfällen und weniger Energie-Verbrauch

Mit dem 5G Campus-Netz wächst nun entlang der Eisenbahnstrecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg auch der Smart Rail Connectivity Campus. Hier sollen Technologien entwickelt und getestet werden, um Züge sicher und effizient aus der Ferne zu steuern. Dadurch sollen künftig mehr Züge auf einem Streckenabschnitt fahren können. Das erhöht die Pünktlichkeit und reduziert den Energie-Verbrauch. Zudem soll erforscht werden, wie Echtzeit-Mobilfunk und das Internet der Dinge helfen können, unbeschrankte Bahnübergänge oder schwer einsehbare Streckabschnitte zu überwachen, um so künftig im Alltag Unfälle zu vermeiden.

5G ist wichtige Säule im Digitalisierungsprozess

„Wir freuen uns riesig über die neuen Möglichkeiten für das Forschungsnetzwerk, vor allem, wenn man bedenkt, dass Konnektivität eine wesentliche Säule im Digitalisierungsprozess darstellt“, so Sören Claus, Geschäftsführer der Smart Rail Connectivity Campus gGmbH.

5G-Vorteile auch für Besucher im öffentlichen Netz

Zeitgleich verstärkt Vodafone auch das öffentliche 5G-Netz entlang der 25 Kilometer langen Zugstrecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg, sodass auch private Nutzer mit ihren Smartphones von höheren Bandbreiten und von niedrigen Reaktionszeiten profitieren. Damit wird beispielsweise der Download von hochauflösenden Videos oder großen Musik-Playlists noch schneller.

(Quelle: Pressemitteilung der Vodafone GmbH)