ZWEITES VERNETZUNGSTREFFEN INNOVATIVER MOBILITÄTSPROJEKTE

Zweites Vernetzungstreffen innovativer Mobilitätsprojekte

Am 09. Juli 2021 fand auf gemeinsame Initiative des WIR!-Bündnisses Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) und von Smart City Zwönitz das zweite Netzwerktreffen innovativer Mobilitätsvorhaben im Erzgebirgskreis und in Mittelsachsen statt. Neben den vier regionalen Mobilitätsprojekten, welche sich bereits am 11. Dezember 2020 austauschten, vergrößerte sich die Runde um zwei weitere Pro­jekte („Shuttle im Quartier“ und „SteigtUM“) sowie um einen Vertreter der Wirtschaftsförderung Erzgebirge.

In dem fast vierstündigen Präsenztreffen wurden die Projektansätze der neu hinzugekommenen Vorhaben vorgestellt und diskutiert sowie anschließend die aktuellen Arbeitsstände und Herausforderungen der Projekte „Stollberg bewegt“ (vormals „Stollberg macht mobil“), „ERZMobil“, „Mobility4All“ und „Smarte Mobilitätsketten im ländlichen Raum“ präsentiert.

Das Vernetzungstreffen dient neben dem Erfahrungsaustausch auch dem Identifizieren von Schnittmengen und Abgrenzungsbereichen, um darauf aufbauend die Basis für ein gemeinsames Vor­gehen bei der Weiterentwicklung der derzeitigen Mobilitätskonzepte zu schaffen und Synergien zu nutzen. Das gemeinschaftliche Ziel und folglich das Ziel jedes einzelnen Vorhabens ist die Verbesserung der regionalen Mobilität.

Grafik: Marco Rehme/OpenStreetMap

Anhand der laufenden Projekte in den Regionen Südwest- und Mittelsachsen wird deutlich, dass sich die Landkarte inno­vativer Mobilitätsprojekte stetig verdichtet und hier ein Keim für intelligente Mobilitätslösungen jenseits der gängigen Konzepte für Großstädte heranwächst. Die Mobilitätsprojekt-Landkarte umfasst die am Ver­netzungstreffen beteiligten, nachfolgend skizzierten Vorhaben, welche im überwiegend ländlich geprägten Raum um Chemnitz herum – sowohl an Bahnachsen angebun­den als auch zwischen diesen befindlich – angesiedelt sind.

Mobility 4All
Nördlich von Chemnitz verläuft eine Bahnachse durch die Stadt Mittweida, wo das Projekt „Mobility4All – Mobilität weiterdenken in Mittweida“ verortet ist. Der regionale Fokus liegt hierbei auf der Hochschulstadt und deren Umland. Das Vorhaben ist in das WIR!-Vorhaben „Blockchain-Schaufensterregion Mittweida“ eingeordnet (blockchain.hs-mittweida.de). Die Hochschule Mittweida forscht mit dem Projekt an einer zukunftsfähigen Mobilität für den ländlichen Raum.  Es wird insbesondere die emissionsfreie Mobilität im Bereich der Sharing-Economy auf Basis der Blockchain-Technologie erforscht und getestet. Dabei nimmt die Region Mittweida die Rolle eines Reallabors für neue multimodale Mobilitätskonzepte ein. Der lang­fristige Fokus wird auf die automatisierte und bedarfsgerechte Bereitstellung von gemeinsam genutzten Mobilitätsträgern (z.B. (e-)Autos, (e-)Fahrräder (e-)Roller) für Privatpersonen und Unternehmen gelegt. Die Blockchain-Technologie soll einen signifikanten Mehrwert gegenüber den bisher am Markt verfügbaren Mobilitätsplattformen bieten.

SteigtUM
An einer weiteren Bahnstrecke befindlich ist die Universitätsstadt Freiberg, in welcher das Projekt „SteigtUM“ angesiedelt ist. Das Verbundvorhaben wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und verfolgt das Ziel, ein umweltfreundliches urbanes Mobilitätskonzept auf Basis von elektrisch betriebenen Mikromobilen für Kleinstädte zu entwickeln. Das Projekt, mit einer Laufzeit von 12/2019 bis 05/2023, erarbeitet ein Mobilitätssystem, das neben den alltagstauglichen elektrischen Kleinfahrzeugen aus einer autonomen Verleih- und Ladeinfrastruktur und einer universellen Nutzungsschnittstelle besteht. Damit soll einem möglichst brei­ten Kreis an Menschen eine kostengünstige, leicht verfügbare und emissionsfreie Alternative zum PKW angeboten werden. Das System kann sowohl privat als auch gewerblich genutzt werden. Im Anschluss an die nutzerzentrierte Entwicklung wird das Gesamtsystem in einem mehrstufigen Reallabor in der Stadt Freiberg hinsichtlich Funktionalität, Flexibilität, Akzeptanz und Nutzerfreundlichkeit erprobt.

Smarte Mobilitätsketten im ländlichen Raum
Das vom SRCC (smart-rail.cc) initiierte Projekt „Smarte Mobilitätsketten im ländlichen Raum“ wird vom BMBF im Rahmen der WIR-Initiative gefördert und läuft bereits seit Anfang 2020. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Entwicklung eines smarten, multimodalen und vernetzten Mobilitätskonzeptes für einen Mobilitätsraum in der Region Chemnitz-Erzgebirge unter Berücksichtigung und zur Bewältigung be­stehender angebotsseitiger, nachfrageseitiger, rechtlicher und technologischer Barrieren.

Nach der Identifikation entsprechender Barrieren werden nun Lösungsansätze zu deren Überwindung erarbeitet sowie projektbegleitend die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit der alternativen Kon­zepte untersucht und bewertet. Da der ländliche Raum durch eine geringe Erschließungsqualität des ÖPNV charakterisiert ist – insbesondere zwischen den Hauptverkehrsachsen – wurde der Betrachtungsfokus auf zwei konkretere Mobilitätsräume gelegt:

  • die Gemeinde Gelenau, mit einer für den Erzgebirgsraum typischen, langgezogenen Ortsform, und deren innerörtlichen Erschließung sowie
  • die Flächenkommune Marienberg und die Anbindung der umliegenden Zentren und Umlandkommunen.

Neben dem Projekt „Smarte Mobilitätsketten im ländlichen Raum“ nehmen auch das Gesamtvorhaben SRCC mit seiner Teststrecke zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg sowie das „Nachhaltige Elektromobilitätskonzept für Annaberg-Buchholz (NEMAB)“ auf die regionalen Mobilitätsthemen Einfluss.

Shuttle im Quartier (ShiQ)
Wie auch die Gemeinde Gelenau befindet sich Ehrenfriedersdorf zwischen zwei Bahnachsen und steht den Herausforderungen der innerörtlichen Feinerschließung aber auch dem demografischen Wandel gegen­über.  SHIQ erleichtert die Wege für die Bewohner von Ehrenfriedersdorf, die nicht durch den ÖPNV abgedeckt sind. Ein E-Shuttle im und um das Quartier der Wohnungsgenossenschaft „Glück auf“ Ehrenfriedersdorf eG verbindet soziale Assistenzdienstleistungen mit On-Demand-Mobilität. Von Haustür zu Haustür bis zum Supermarkt, Arzt, Rathaus oder Apotheke sollen die Bewohner gefahren werden. Ein Kümmerer an Bord begleitet hilfebedürftige Menschen von der Wohnung in das Shuttle. Der Bewegungsradius von Einwohnern mit eingeschränkter Mobilität wird erhöht, der Individualverkehr für Kurzstrecken wird reduziert und die Lebensqualität im Ort steigt. Neben dem Effekt des stärkeren Teilhabens am gesellschaftlichen Leben für Senioren, hilft es dem Einzelhandel und Dienstleistern vor Ort. In der Folge brauchen Menschen, vor allem an der Grenze der Fahrtüchtigkeit, kein eigenes Auto mehr. Positive Effekte sind die Entlastung von Angehörigen und Pflegepersonal, positive Umwelteffekte und die Einsparung von Parkflächen. Für einen Ort im ländlichen Raum wie Ehrenfriedersdorf bewirkt dieses „SHIQ“-Shuttleangebot steigende (Wohnraum-)Attraktivität und mehr Möglichkeiten, damit die Einwohner länger selbstbestimmt in ihren Wohnungen leben und dennoch am gesellschaftlichen Leben mit Einkaufen, Kultur und Begegnungen teilhaben können. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Zeitraum vom 01.09.2020 – 31.08.2023 gefördert.

ERZmobil
In vielen erzgebirgischen Kleinstädten stellt es eine Herausforderung dar, die Ortsteile an den ÖPNV und an die Innenstadt anzubinden. Aus der Bergstadt Zwönitz wurde der aktuelle Stand des Projekts „ERZmobil“ vorgestellt, welches dieser Problematik begegnet. Realisiert wird das Projekt im Zuge des Gesamtvorhabens „Smart Zwönitz“ (smart-zwoenitz.de). Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines On-Demand-Systems für die Stadt Zwönitz und perspektivisch für das ganze Erzgebirge. Ziel ist dabei, den Zugang zum bestehenden ÖPNV durch einen digital gemanagten Rufbus (wieder-)herzustellen. Dabei werden neben den technischen Maßnahmen, wie der Entwicklung einer App, auch die finanziellen und organisatorischen Hintergründe berücksichtigt. Bei­spielsweise wird ein nachhaltiges Geschäftsmodell entwickelt, das auch über den Förderzeitraum hinaus funktionieren soll. Das Projekt hat in den letzten Wochen die erste Hürde der Beauftragung von Entwicklungsleistungen genommen und wird nun bis Dezember eine erste App entwickeln. Besonders am Herzen liegt dem Projektteam dabei, dass neben der neu entstehenden Verkehrsleistungen auch innovative Technologien in der Region entwickelt werden.

Stollberg bewegt
Auch die Nachbarstadt Stollberg ist unmittelbar an die Bahnachse nach Chemnitz angebunden. Den­noch stellt auch hier die Anbindung der Ortsteile an die Kernstadt und den ÖPNV eine Problematik dar. Das Vorhaben verfolgt mit dem Betrieb eines Gemeindebusses das Ziel, Mobilität vom motorisierten Indi­vidualverkehr auf umweltfreundliche Verkehrsträger zu übertragen. Hauptzielgruppe sind dabei Menschen unter 18 Jahren und über 75 Jahren. Dies spricht vor allem Menschen an, die selbst nicht (mehr) in Lage sind, ein eigenes Auto zu führen und/oder aktiv die Dienste des ÖPNV mit dessen Haltestellenstruktur in Anspruch zu nehmen. Gleichzeitig werden durch Sammelfahrten von Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Vereins-, Ausflugs- und Transportfahrten Eltern entlastet.

Im Vernetzungsteil der Veranstaltung diskutierten die Vertreter und Vertreterinnen der Projekte über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Projektansätze sowie die Herausforderungen einer bedarfsge­rechten, nachhaltigen und auch intermodalen Mobilität. Einigkeit bestand vor allem darin, dass der gemeinsame Erfahrungsaustausch mit Blick auf die projektspezifischen Herausforderungen und auch Lösungsansätze sowohl sehr ertragreich als auch notwendig ist. Eine Fortführung des Vernetzungs­formates in einem halbjährlichen Turnus wurde gewünscht. Für den Januar 2022 wird das nächste Treffen angesetzt. Das Netzwerk ist für weitere Projekte sowie interessierte Kommunen offen, die Mitarbeit ist ausdrücklich erwünscht.

Ansprechpartner für Interessierte:

  • Dr. Steve Rother: E-Mail steve.rother@wirtschaft.tu-chemnitz.de (Smarte Mobilitätsketten im ländlichen Raum)
  • Dr. Martin Benedict: E-Mail m.benedict@zwoenitz.de (Smart Zwönitz)
  • Patrick Roßner: E-Mail P.Rossner@stollberg-erzgebirge.de (Stollberg bewegt)
  • René Härtel: E-Mail rene.haertel@hs-mittweida.de (Mobility 4All)
  • Konrad Uebel: E-Mail konrad.uebel@freiberg-institut.de (ShiQ)
  • Prof. Dr.-Ing. Jana Kertscher: E-Mail Jana.Kertzscher@et.tu-freiberg.de (SteigtUM)


(Autorin: Julia Döring)

EXKLUSIVE EINLADUNG: DIGITAL RAIL CONVENTION 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Gesellschaft steht am Anfang des Digitalisierungszeitalters und damit ein weiteres Mal vor großen gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Veränderungen. Seit wir weltweit damit begonnen haben, in Industrien oder industriellen Zusammenhängen zu denken, ist der Motor dafür der technologische Fortschritt. Das Ausmaß dieser Veränderungen, die auch Umbrüche mit sich bringen, kann heute niemand allein überblicken. Deshalb haben diese Entwicklungen der Digitalisierung eine gemeinsame DNA: Die Vernetzung, ohne die kein technologischer Fortschritt und keine Digitalisierung gelingen kann. Dies gilt auch für die Digitalisierung im Querschnittsforschungsfeld Mobilität, das durch Interdisziplinarität und Komplexität geprägt ist.
Die Digital Rail Convention vom 07. September bis 10. September 2021 in Annaberg-Buchholz und entlang der Teststrecke der Erzgebirgsbahn ermöglicht Ihnen die Vernetzung im Bereich Digitalisierte Mobilität. In einzigartiger Weise spannt sich hier der Bogen von der Forschung und Lehre zu Entwicklungen und praktischen Anwendungen von Innovationen bis hin zur Begeisterung der Menschen in der Region für innovative Bahntechnologien. Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Es erwarten Sie abwechslungsreiche Tage mit dem Fokus auf die Digitalisierung der Bahn mit regem Austausch über Ideen und Anwendungen.
Bringen Sie sich bei einem der bis zu 14 Workstreams mit Ihren Ideen ein und entwickeln Sie mit internationalen Fachexperten in kleinen Teams neue Forschungsprojekte oder markt¬taugliche Ideen. Tauschen Sie sich mit Akteuren und Ausstellern aus. Schauen Sie Forschen¬den über die Schulter und sehen Sie digitale Anwendungen im Bahnsystem in Aktion.
Kommen Sie in unsere schöne Region, die sich mit vielen Innovationen auf dem Weg befindet. Seien Sie dabei, wenn Ideen geboren und Entwicklungen in Kongressatmosphäre auf den Weg gebracht werden.

Lutz Mehlhorn
DB Erzgebirgsbahn

Prof. Dr. Andreas Polze                                   Rolf Schmidt
Hasso Plattner Institut                                   Stadt Annaberg-Buchholz

Dr. Bernd Elsweiler                                         Ingo Schwarzer
DB Netz AG                                                       DB Systel GmbH
                        

Prof. Dr. Uwe Götze                                        Sören Claus
Technische Universität Chemnitz                Smart Rail Connectivity Campus

Wir freuen uns, Sie in Annaberg-Buchholz begrüßen zu dürfen!

PROJEKTAUFRUF SRCC NETZWERK

Mit dem durch das BMBF im Rahmen der Förderrichtlinie WIR! (Wandel durch Innovation in der Region) geförderten Gesamtvorhaben Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) wird am Standort Annaberg-Buchholz ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für intelligenten Schienenverkehr (Smart Rail) etabliert. An diesem Zentrum sollen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur digitalisierten, vernetzten, automatisierten und nachhaltigen Mobilität umgesetzt werden.
Den Ausgangspunkt des Vorhabens bildet u. a. die derzeitige Transformation des Mobilitätssektors in Richtung auf intelligente(re) Verkehrssysteme, die von allgemein beobachtbaren Megatrends getrieben wird. Zu den wesentlichen Megatrends zählen u. a. die anhaltenden Steigerungen der Motorisierung und der Logistikverkehrsleistungen durch eine Intensivierung der internationalen Wirtschaftsverflechtungen, der demographische Wandel und die Urbanisierung, veränderte Mobilitäts- und Kommuikationsbedarfe sowie der Klimawandel und die Verknappung natürlicher Ressourcen. Diese Trends wirken sich auf Art und Umfang nachgefragter Verkehrsleistungen aus, so dass neue Herausforderungen insbesondere bezüglich der Effizienz, der Umweltverträglichkeit und der Wirtschaftlichkeit des Verkehrs entstehen. Um diesen Herausforderungen im Bahnverkehr begegnen zu können, liegt der Fokus im Gesamtvorhaben SRCC auf gemeinsamen Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungsarbeiten in den Bereichen des automatisierten Fahrens und intelligent vernetzter Systeme.
Innerhalb des Innovationsfeldes Intelligenter Schienenverkehr wurden folgende Technologiefelder definiert, die neben übergreifenden Mobilitätsthemen die primären Bezugspunkte der am Forschungs- und Entwicklungscampus geplanten Projekte darstellen:
–    Sensorik und Sensordatenverarbeitung,
–    Leit- und Sicherungstechnik,
–    Kommunikationstechnik,
–    Datenanalyse und künstliche Intelligenz,
–    Antriebs- und Energietechnik,
–    neue Materialien, Konstruktions- und Fertigungstechnik,
–    Mensch-Technik-Interaktion.

Aktuell bewirbt sich das WIR!-Bündnis Smart Rail Connectivity Campus für die Fortsetzung der BMBF-Förderung bis ins Jahr 2025. Damit werden bereits jetzt die Weichen für die zukünftigen Projekte am Forschungscampus gestellt.
Vor diesem Hintergrund werden alle Netzwerkpartner des SRCC, die Projektideen im Bereich des Schienenverkehrs oder der Mobilität haben, welche einen klaren Bezug zu einem oder mehreren der oben genannten Technologiefelder aufweisen, aufgerufen, ihre Projektideen in Form von Steckbriefen bis zum 15.08.21 beim Zentrum für Wissens- und Technologietransfer einzureichen (per Mail an: wissenstransfer@tu-chemnitz.de). Über diese auf technologische Innovationen in den Technologiefeldern abzielenden Projekte hinausgehend, können auch Vorhaben entwickelt werden, die gesellschaftliche Innovationen (z. B. Verbesserung der (Technologie-)Akzeptanz, Stärkung der Nachhaltigkeit der Mobilität) fokussieren.
Die Steckbriefe (Umfang max. 2 DIN A4-Seiten) sollten Aussagen zu folgenden Punkten umfassen: Motivation, Projektziele, Projektinhalt, grobe Skizzierung der geplanten Vorgehensweise, (potenzielle) Projektpartner, Laufzeit (frühester Beginn: 07/22) und geplantes Budget. Abgesehen vom eindeutigen Bezug der Projektideen zum Schienenverkehr und zur Mobilität sowie zu den Technologiefeldern gelten die nachfolgenden Rahmenbedingungen:
    –    Ausgestaltung als Verbundprojekte (mindestens 3 Antragsteller),
    –    Beteiligung mindestens zwei regionaler Unternehmen (Raum Chemnitz und Erzgebirge) als Mitantragsteller,
    –    Laufzeit bis zu 24 Monate,
    –    Maximales Projektvolumen 600.000 €.

Für Fragen steht allen Interessenten Dr. Steve Rother (steve.rother@wiwi.tu-chemnitz.de) zur Verfügung. 

SRCC WIRD ZUM SATELLITENSTANDORT DES DEUTSCHEN ZENTRUMS MOBILITÄT DER ZUKUNFT

Das Deutsche Zentrum Mobilität der Zukunft, kurz DZM, hat seinen Standort bisher in München. Es sollen weitere Standorte dazukommen. Neben Hamburg, Karlsruhe und Minden wird auch der Forschungscampus Smart Rail Connectivity Campus in Annaberg-Buchholz zum Satellitenstandort und soll sich auf den intelligenten Schienenverkehr fokussieren. Den Artikel hierzu finden Sie hier.

VERANSTALTUNGSHINWEIS INNOCAM.FORUM AM 10. JUNI

Gerne möchten wir auf das innocam.FORUM am 10. Juni 2021 aufmerksam machen.
Herr Sören Claus wird in der Zeit von
 15:10 – 15:40 Uhr an der Gesprächsrunde “Automatisierte und vernetzte Mobilität auf der Schiene”  teilnehmen.

Zum Format:

Das Kompetenznetzwerk automatisierte und vernetzte Mobilität Nordrhein-Westfalen innocam.NRW ist die zentrale und neutrale Anlaufstelle für alle Akteurinnen und Akteure, die im Bereich der automatisierten und vernetzten Mobilität aktiv sind. Das Projekt wird vom Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert.

Am 10. Juni findet das zweite innocam.FORUM des Kompetenznetzwerks statt. Lernen Sie verschiedene Projekte und Akteure aus den unterschiedlichen Kompetenzregionen in NRW kennen, informieren Sie sich zu aktuellen Themenschwerpunkten der automatisierten und vernetzten Mobilität und knüpfen Sie wertvolle Kontakte mit anderen Netzwerkakteuren. Das zweite innocam.FORUM widmet sich der Region Ostwestfalen-Lippe mit einem inhaltlichen Schwerpunkt auf den Verkehrsträger Schiene. Weitere Informationen zur Veranstaltungen und die Anmeldung finden Sie unter: https://www.innocam.nrw/innocam-forum/

PRESSEMITTEILUNG – UNTERER BAHNHOF IN ANNABERG-BUCHHOLZ WIRD KOMPLETT ERSCHLOSSEN

Unterer Bahnhof in Annaberg-Buchholz wird komplett erschlossen

Maßnahmen bis Ende August – Zugang zum Bahnsteig gewährleistet

Seit Anfang dieses Jahres tut sich einiges am Unteren Bahnhof – Abriss, lautes Hämmern und Schüttgeräusche, fleißige Bauarbeiter, die im Gebäude des nördlichen Kopfbaus täglich werkeln. Containerweise Schutt, teilweise auch Inventar und Hinterlassenschaften aus längst vergangenen Zeiten werden herausgetragen und entsorgt.

Die Entkernungsarbeiten am nördlichen Kopfbau des Bahnhofsgebäudes am Unteren Bahnhof in Annaberg-Buchholz sind in vollem Gange. Nun wurde auch bereits mit den Arbeiten zur Erschließung des gesamten Bahnhofsgeländes begonnen. Damit verbunden sind die Heranführung der Medien, Trinkwasser, Gas, Strom und Telekommunikation für das gesamte Areal. Weiterhin werden erforderliche Kanäle für die Regen- und Schmutzwasserentsorgung verlegt.

Mit diesen Maßnahmen wird die Grundlage zur weiteren Entwicklung des Forschungscampus in Bezug auf die Infrastruktur geschaffen. Die Erschließungsarbeiten werden voraussichtlich noch bis Ende August 2021 andauern. Der Zugang zum Bahnsteig ist innerhalb dieses Zeitraums jedoch immer gewährleistet. Die Stadt sowie die Ver- und Entsorgungsträger investieren in diesen Zukunftsstandort ca.  320.000,- € im Rahmen der Erschließung.

Die Gesamtkosten der Sanierung des nördlichen Kopfbaus werden rund 4.260.000.- € betragen. Im Rahmen des Förderprogramms Integrierte Stadtentwicklung des europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) wurde der Stadt eine Zuwendung in Höhe von 2.472.000.- € dafür zugesagt. Bedingung: Die komplette Sanierung muss im bewilligten Förderzeitraum, das heißt bis zum 20.06.2022, fertiggestellt sein.

Rückblickend wurde im Jahr 2020 der Bahnhofsplatz zur Mobilitätsschnittstelle umgestaltet und nunmehr folgt die Beseitigung des baulichen Missstandes am Bahnhofsgebäude.

Die Sanierung dient der Etablierung einer Außenstelle der Technischen Universität Chemnitz, welche wichtiger Bestandteil des Bahnforschungscampus in Annaberg-Buchholz sein wird.

Des Weiteren wird die regionale, zentrale Kontaktplattform für das Partnernetzwerk des Smart Rail Connectivity Campus, kurz SRCC, im Dachgeschoss des Bahnhofsgebäudes untergebracht sein. So wird es am Standort zukünftig möglich sein, sowohl Workshops als auch Forschungsarbeiten und Versuche direkt durchzuführen.

Auch die österreichische Firma Frauscher Sensortechnik wird als erstes Unternehmen zum Zwecke der Forschung für das automatisierte Bahnfahren Räume im nördlichen Trakt des Bahnhofsgebäudes mieten.

Alle damit in Verbindung stehenden Aktivitäten sowie die Planung der weiteren Bauabschnitte bieten die große Chance, nachhaltigen Strukturwandel in der Region zu vollziehen, Arbeitsplätze zu schaffen und somit die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft der Stadt und der Bürgerschaft zu stellen.

Quelle: Annett Flämig, Pressestelle Stadt Annaberg-Buchholz

Der nördliche Kopfbau am Unteren Bahnhof (Fotos: Thomas Proksch)

SAVE THE DATE! DIGITAL RAIL CONVENTION 2021

Liebe Partner, Unterstützer und Mitglieder des Smart Rail Connectivity Campus, sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie auf ein besonderes Highlight in diesem Jahr aufmerksam zu machen.

Speichern Sie sich den 07.09. bis 10.09.2021 in Ihrem Kalender und freuen Sie sich auf die Digital Rail Convention 2021 in Annaberg-Buchholz.

DER SRCC IM INTERVIEW MIT DEM MAGAZIN „HERZLAND – GEDACHT.GEMACHT.ERZÄHLT“

In der Ausgabe 2021 des Magazins „Herzland – Gedacht.Gemacht.Erzählt“ ist ein Interview mit den SRCC zu lesen. In dem unten stehenden PDF-Dokument finden Sie den Artikel „Die Zukunft beginnt schon heute. Regionale Innovationsbündnisse machen das Erzgebirge smarter.“ Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen. Unter www.erzgebirge-gedachtgemacht.de/herzland finden Sie das Magazin der Wirtschaftsförderung Erzgebirge.

VERANSTALTUNGSHINWEIS

Liebe Partner, Unterstützer und Mitglieder des Smart Rail Connectivity Campus,

nach langer ungewollter Pause, freuen wir uns, Sie am 17.03.2021, von 15:00-16:30 Uhr, zu unserem Netzwerktreffen einzuladen, um Sie über Neuigkeiten des SRCC zu informieren und einen Austausch zu ermöglichen. Leider ist ein Vorort-Termin nicht möglich, sodass wir uns für ein Onlinetreffen entschieden haben. Die Einwahldaten sowie das Programm folgen noch.

Herzliche Grüße
das Team des Smart Rail Connectivity Campus

TOP STORY! DEUTSCHE WELLE BERICHTET ÜBER DEN SRCC

SAXONY: WHERE SMART RAIL CONNECTIONS ARE NOT JUST A DREAM

People usually associate the future of automated driving with cars and maybe trucks and buses. But as Hardy Graupner reports from Annaberg in Germany, the technology is also making inroads into railroad traffic.

When Sören Claus talks about the project he heads as chief technical officer from his modest office in Annaberg-Buchholz, his eyes start to shine. To outsiders, his Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) may sound a tad too technical — to Claus it’s nothing less than the stuff that rail traffic’s digital future in Europe is made of.

It doesn’t happen very often that the Saxon town of Annaberg in the Erzgebirge mountains close to the German-Czech border gets the attention of people dealing with next-generation mobility issues. But for a couple of years, it’s no doubt been piquing the interest of researchers and businesspeople alike, at least ever since Europe’s first fully digital rail switch tower was inaugurated there on a stormy night in January 2018.

This signal box is an integral part of the SRCC project pursued jointly by German rail operator Deutsche Bahn, the town of Annaberg-Buchholz and the Chemnitz University of Technology. The rail campus has already attracted well over 150 partners from the science and business communities, above all small- and medium-sized enterprises.

Perfect test track

What’s brought them here is a unique railroad test track where they can work on digital control and safety systems for rail traffic, environmentally friendly train propulsion technologies, artificial intelligence (AI) and the use of the fifth-generation mobile data transmission standard (5G).

SRCC technical chief Claus says the first 5G radio mast along the test track between Annaberg and Schwarzenberg went up in 2019. It saw the town mark a world first as Vodafone employees navigated a driverless engine from French conglomerate Thales via 5G data transmission on a small stretch of the test track. Every bit of the controlling process happened in real time — the engine’s acceleration, braking maneuvers and nonstop visual track control.

A lot more 5G radio masts are to be set up shortly.

“I estimate that about 30 of these are required for the whole 24-kilometer (15-mile) route, which is turning into Europe’s largest 5G research network,” Claus tells DW. “The 5G transmission standard is necessary for real-time monitoring of train traffic and safe digital control systems, which will eventually also be used for high-speed ICE trains.”

Where science and business meet up

Professor Uwe Götze is vice president of the Chemnitz University of Technology. He says it didn’t take much persuading to win over his university as the rail campus’ major research partner.

“It was clear to us that the test track is a universal selling point, together with the digital switch tower. We were also aware of the research that people on the ground had done very early together with Siemens and Deutsche Bahn,” Götze tells DW. “At our university, we focus on resource-efficient production, smart systems and the interface between humans and technology, so the SRCC is a perfect match for us.”

The testing ground is expected to help speed up Deutsche Bahn’s railroad digitization drive and do away with a problem inherited from the past. Parts of the rail network work with incompatible signaling technologies, which is also a remnant from when the country was divided. Establishing a common digital standard everywhere would enhance the network’s reliability and overcome current maintenance problems.

“Such a test track with the infrastructure already in place and that yet to be added to it is pretty unique in Europe, not to mention the number of renowned business and research partners of the campus,” Götze points out. “The project has a big potential as it aspires to advance AI, sensor technology, communications technology and materials testing, to name but a few fields. The range of technology fields to deal with is enormous.”

What works here will work everywhere

Deutsche Bahn board member Ronald Pofalla has been pinning high hopes on the Smart Rail Connectivity Campus. “What’s being tested in the Erzgebirge mountains right now is the blueprint for rail traffic’s future across Germany,” he said in a statement released in January this year.

And German Transport Minister Andreas Scheuer, whose ministry has provided funding for the project, is convinced that the mountainous and winding test track flanked by dense forests is ideal for experiments. “It’s the perfect place to test modern rail and mobile communications technologies,” the minister said in a press release in January.

But why is it such a big challenge to develop technologies for automated railroad traffic when routes are predefined by the rails anyway? SRCC technical chief Sören Claus explains:

“We already have automated driving on railroad tracks: Take the subway in Nuremberg or Paris. But there we’re talking about closed systems where the tracks — apart from the small stretches at the stations — are not accessible for everyone,” Claus says.

“Out in the open, the digital control systems have to closely monitor the surroundings along the routes, including railroad crossings, and they have to reliably detect any potential obstacles such as fallen trees or children on the tracks. The systems also have to differentiate between what are real obstacles such as fallen trees and children on the tracks and, say, fog and shadows.”

Not that much different from the challenges of autonomous driving on roads then, it appears. Uwe Götze points out that his university will have a research and training unit of its own in Annaberg soon, saying it’s important to accompany developments where they happen:

“We’ve learned during the pandemic that a lot of things can actually be done from home, but there are also things where your presence on the ground is required and desirable,” Götze argues. “Just think of equipping the new train lab and carrying out measurements on the test track. And let’s not forget the exchange of views with partners on the ground,” he adds.

Long-term project

Indeed, research on the ground in Annaberg is meant to help improve the way railroad traffic will be controlled in the future as technology that’s partly over a 100 years old gets replaced. But that’s a gradual process, Claus insists:

“You can only do this step by step. Otherwise we would have to close down the whole national rail network for eight years or so and build everything from scratch, but that’s no option of course. All in all, though, making rail routes fully digital is nothing short of a technological revolution.”

Quelle: https://www.dw.com/en/saxony-where-smart-rail-connections-are-not-just-a-dream/a-56741084