EXKLUSIVE EINLADUNG: DIGITAL RAIL CONVENTION 2021

Sehr geehrte Damen und Herren,

unsere Gesellschaft steht am Anfang des Digitalisierungszeitalters und damit ein weiteres Mal vor großen gesellschaftlichen sowie wirtschaftlichen Veränderungen. Seit wir weltweit damit begonnen haben, in Industrien oder industriellen Zusammenhängen zu denken, ist der Motor dafür der technologische Fortschritt. Das Ausmaß dieser Veränderungen, die auch Umbrüche mit sich bringen, kann heute niemand allein überblicken. Deshalb haben diese Entwicklungen der Digitalisierung eine gemeinsame DNA: Die Vernetzung, ohne die kein technologischer Fortschritt und keine Digitalisierung gelingen kann. Dies gilt auch für die Digitalisierung im Querschnittsforschungsfeld Mobilität, das durch Interdisziplinarität und Komplexität geprägt ist.
Die Digital Rail Convention vom 07. September bis 10. September 2021 in Annaberg-Buchholz und entlang der Teststrecke der Erzgebirgsbahn ermöglicht Ihnen die Vernetzung im Bereich Digitalisierte Mobilität. In einzigartiger Weise spannt sich hier der Bogen von der Forschung und Lehre zu Entwicklungen und praktischen Anwendungen von Innovationen bis hin zur Begeisterung der Menschen in der Region für innovative Bahntechnologien. Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Es erwarten Sie abwechslungsreiche Tage mit dem Fokus auf die Digitalisierung der Bahn mit regem Austausch über Ideen und Anwendungen.
Bringen Sie sich bei einem der bis zu 14 Workstreams mit Ihren Ideen ein und entwickeln Sie mit internationalen Fachexperten in kleinen Teams neue Forschungsprojekte oder markt¬taugliche Ideen. Tauschen Sie sich mit Akteuren und Ausstellern aus. Schauen Sie Forschen¬den über die Schulter und sehen Sie digitale Anwendungen im Bahnsystem in Aktion.
Kommen Sie in unsere schöne Region, die sich mit vielen Innovationen auf dem Weg befindet. Seien Sie dabei, wenn Ideen geboren und Entwicklungen in Kongressatmosphäre auf den Weg gebracht werden.

Lutz Mehlhorn
DB Erzgebirgsbahn

Prof. Dr. Andreas Polze                                   Rolf Schmidt
Hasso Plattner Institut                                   Stadt Annaberg-Buchholz

Dr. Bernd Elsweiler                                         Ingo Schwarzer
DB Netz AG                                                       DB Systel GmbH
                        

Prof. Dr. Uwe Götze                                        Sören Claus
Technische Universität Chemnitz                Smart Rail Connectivity Campus

Wir freuen uns, Sie in Annaberg-Buchholz begrüßen zu dürfen!

PROJEKTAUFRUF SRCC NETZWERK

Mit dem durch das BMBF im Rahmen der Förderrichtlinie WIR! (Wandel durch Innovation in der Region) geförderten Gesamtvorhaben Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) wird am Standort Annaberg-Buchholz ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für intelligenten Schienenverkehr (Smart Rail) etabliert. An diesem Zentrum sollen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur digitalisierten, vernetzten, automatisierten und nachhaltigen Mobilität umgesetzt werden.
Den Ausgangspunkt des Vorhabens bildet u. a. die derzeitige Transformation des Mobilitätssektors in Richtung auf intelligente(re) Verkehrssysteme, die von allgemein beobachtbaren Megatrends getrieben wird. Zu den wesentlichen Megatrends zählen u. a. die anhaltenden Steigerungen der Motorisierung und der Logistikverkehrsleistungen durch eine Intensivierung der internationalen Wirtschaftsverflechtungen, der demographische Wandel und die Urbanisierung, veränderte Mobilitäts- und Kommuikationsbedarfe sowie der Klimawandel und die Verknappung natürlicher Ressourcen. Diese Trends wirken sich auf Art und Umfang nachgefragter Verkehrsleistungen aus, so dass neue Herausforderungen insbesondere bezüglich der Effizienz, der Umweltverträglichkeit und der Wirtschaftlichkeit des Verkehrs entstehen. Um diesen Herausforderungen im Bahnverkehr begegnen zu können, liegt der Fokus im Gesamtvorhaben SRCC auf gemeinsamen Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungsarbeiten in den Bereichen des automatisierten Fahrens und intelligent vernetzter Systeme.
Innerhalb des Innovationsfeldes Intelligenter Schienenverkehr wurden folgende Technologiefelder definiert, die neben übergreifenden Mobilitätsthemen die primären Bezugspunkte der am Forschungs- und Entwicklungscampus geplanten Projekte darstellen:
–    Sensorik und Sensordatenverarbeitung,
–    Leit- und Sicherungstechnik,
–    Kommunikationstechnik,
–    Datenanalyse und künstliche Intelligenz,
–    Antriebs- und Energietechnik,
–    neue Materialien, Konstruktions- und Fertigungstechnik,
–    Mensch-Technik-Interaktion.

Aktuell bewirbt sich das WIR!-Bündnis Smart Rail Connectivity Campus für die Fortsetzung der BMBF-Förderung bis ins Jahr 2025. Damit werden bereits jetzt die Weichen für die zukünftigen Projekte am Forschungscampus gestellt.
Vor diesem Hintergrund werden alle Netzwerkpartner des SRCC, die Projektideen im Bereich des Schienenverkehrs oder der Mobilität haben, welche einen klaren Bezug zu einem oder mehreren der oben genannten Technologiefelder aufweisen, aufgerufen, ihre Projektideen in Form von Steckbriefen bis zum 15.08.21 beim Zentrum für Wissens- und Technologietransfer einzureichen (per Mail an: wissenstransfer@tu-chemnitz.de). Über diese auf technologische Innovationen in den Technologiefeldern abzielenden Projekte hinausgehend, können auch Vorhaben entwickelt werden, die gesellschaftliche Innovationen (z. B. Verbesserung der (Technologie-)Akzeptanz, Stärkung der Nachhaltigkeit der Mobilität) fokussieren.
Die Steckbriefe (Umfang max. 2 DIN A4-Seiten) sollten Aussagen zu folgenden Punkten umfassen: Motivation, Projektziele, Projektinhalt, grobe Skizzierung der geplanten Vorgehensweise, (potenzielle) Projektpartner, Laufzeit (frühester Beginn: 07/22) und geplantes Budget. Abgesehen vom eindeutigen Bezug der Projektideen zum Schienenverkehr und zur Mobilität sowie zu den Technologiefeldern gelten die nachfolgenden Rahmenbedingungen:
    –    Ausgestaltung als Verbundprojekte (mindestens 3 Antragsteller),
    –    Beteiligung mindestens zwei regionaler Unternehmen (Raum Chemnitz und Erzgebirge) als Mitantragsteller,
    –    Laufzeit bis zu 24 Monate,
    –    Maximales Projektvolumen 600.000 €.

Für Fragen steht allen Interessenten Dr. Steve Rother (steve.rother@wiwi.tu-chemnitz.de) zur Verfügung. 

VERANSTALTUNGSHINWEIS

Liebe Partner, Unterstützer und Mitglieder des Smart Rail Connectivity Campus,

nach langer ungewollter Pause, freuen wir uns, Sie am 17.03.2021, von 15:00-16:30 Uhr, zu unserem Netzwerktreffen einzuladen, um Sie über Neuigkeiten des SRCC zu informieren und einen Austausch zu ermöglichen. Leider ist ein Vorort-Termin nicht möglich, sodass wir uns für ein Onlinetreffen entschieden haben. Die Einwahldaten sowie das Programm folgen noch.

Herzliche Grüße
das Team des Smart Rail Connectivity Campus

ERSTES NETZWERKTREFFEN INNOVATIVER MOBILITÄTSVORHABEN IM ERZGEBIRGSKREIS UND MITTELSACHSEN

Innovative Mobilitätsprojekte arbeiten zusammen!

Im Rahmen des WIR!-Bündnisses Smart Rail Connectivity Campus (SRCC) fand am 11. Dezember digital das erste Netzwerktreffen innovativer Mobilitätsvorhaben in Erzgebirgskreis und Mittelsachsen statt. In einer Runde bestehend aus vier regionalen Mobilitätsprojekten wurden die individuellen Herangehensweisen, der Projektstand, die einbezogenen Partner und bereits erzielte Zwischenergebnisse vorgestellt und diskutiert. Beteiligt waren die nachfolgend skizzierten Vorhaben.

Smarte Mobilitätsketten im ländlichen Raum

Das vom SRCC (smart-rail.cc) initiierte Projekt „Smarte Mobilitätsketten im ländlichen Raum“ wird vom BMBF im Rahmen der WIR-Initiative gefördert und läuft bereits seit Anfang 2020. Der Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Entwicklung eines smarten, multimodalen und vernetzten Mobilitätskonzeptes für einen Mobilitätsraum in der Region Chemnitz-Erzgebirge unter Berücksichtigung und zur Bewältigung bestehender angebotsseitiger, nachfrageseitiger, rechtlicher und technologischer Barrieren. In den zurückliegenden Monaten konnten im Projekt umfangreiche Untersuchungen zur Identifikation entsprechender Barrieren und Mobilitätslücken angestellt werden. In der zweiten Projekthälfte sollen nun Lösungsansätze zur Überwindung dieser Barrieren erarbeitet werden. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der projektbegleitenden Untersuchung und Bewertung der ökonomischen und ökologischen Nachhaltigkeit alternativer Konzepte.

ERZmobil

In vielen erzgebirgischen Kleinstädten stellt es eine Herausforderung dar, die Ortsteile an den ÖPNV und an die Innenstadt anzubinden. Aus der Bergstadt Zwönitz wurde das Projekt „ERZmobil“ vorgestellt, welches dieser Problematik begegnet. Realisiert wird das Projekt im Zuge des Gesamtvorhabens „Smart Zwönitz“ (smart-zwoenitz.de). Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung eines On-Demand-Systems für das Erzgebirge. Ziel ist dabei, den Zugang zum bestehenden ÖPNV durch einen digital gemanagten Rufbus (wieder)herzustellen. Dabei werden neben den technischen Maßnahmen, wie der Entwicklung einer App, auch die finanziellen und organisatorischen Hintergründe berücksichtigt. Beispielsweise wird ein nachhaltiges Geschäftsmodell entwickelt, das auch über den Förderzeitraum hinaus funktionieren soll.

Stollberg macht mobil

Auch in der Nachbarstadt Stollberg wird gerade an Konzepten geforscht, um die Mobilität für die Bevölkerung im ländlichen Raum einfacher zu gestalten und damit auch mobilitätseingeschränkten Personengruppen eine bessere Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Den Hauptteil des Projektes stellt eine multimodale Mobilitätsplattform dar, in der dem späteren Nutzer verschiedene Mobilitätsoptionen für seine Wege in Stollberg barrierefrei angeboten werden. Den zweiten Fokus des Projektes stellt die stärkere infrastrukturelle Berücksichtigung umweltfreundlicher Mobilitätsformen dar. Es werden operative und strategische Verbesserungen der Fahrrad- und Fußgängerinfrastruktur erarbeitet, umgesetzt und evaluiert.

Mobility 4All

Das vierte Vorhaben, das im Rahmen des Netzwerktreffens vorgestellt wurde, hat seinen regionalen Fokus auf der Hochschulstadt Mittweida und deren Umland. Es ist in das WIR!-Vorhaben „Blockchain-Schaufensterregion Mittweida“ eingeordnet (blockchain.hs-mittweida.de). Die Hochschule Mittweida forscht mit dem Projekt „Mobility 4All – Mobilität weiterdenken in Mittweida“ an einer zukunftsfähigen Mobilität für den ländlichen Raum.  Es wird insbesondere die emissionsfreie Mobilität im Bereich der Sharing-Economy auf Basis der Blockchain-Technologie erforscht und getestet. Dabei nimmt die Region Mittweida die Rolle eines Reallabors für neue multimodale Mobilitätskonzepte ein. Der langfristige Fokus wird auf die automatisierte und bedarfsgerechte Bereitstellung von gemeinsam genutzten Mobilitätsträgern (z.B. (e-)Autos, (e-)Fahrräder (e-)Roller) für Privatpersonen und Unternehmen gelegt. Die Blockchain-Technologie soll einen signifikanten Mehrwert gegenüber den bisher am Markt verfügbaren Mobilitätsplattformen bieten.

In einem vierstündigen Onlinemeeting wurden die Projektansätze vorgestellt, diskutiert, Schnittmengen und Abgrenzungsbereiche erörtert. Damit soll die Basis für ein gemeinsames Vorgehen bei der Weiterentwicklung der derzeitigen Mobilitätskonzepte unter Nutzung von Synergien geschaffen werden –mit dem klaren Ziel, die Mobilität in den jeweiligen Regionen deutlich zu verbessern.

Alle Vertreter der Mobilitätsprojekte waren sich darin einig, dass Insellösungen unbedingt vermieden werden müssen. Einigkeit bestand auch darin, das Cross-Networking-Format eines gemeinsamen Netzwerktreffens zukünftig zu verstetigen und so in einem mindestens halbjährlichen Abstand sich jeweils gegenseitig über aktuelle Entwicklungen, aber auch Herausforderungen zu informieren. Das Netzwerk ist für weitere Projekte offen, die Mitarbeit ist ausdrücklich erwünscht. Interessenten wenden sich bitte an:

Ansprechpartner:

  • Dr. Steve Rother: steve.rother@wirtschaft.tu-chemnitz.de (Smarte Mobilitätsketten im ländlichen Raum)
  • Dr. Martin Benedict: m.benedict@zwoenitz.de (Smart Zwönitz)
  • Patrick Roßner: P.Rossner@stollberg-erzgebirge.de (Stollberg macht mobil)
  • Prof. Dr. Alexander Knauer: Alexander.Knauer@hs-mittweida.de (Mobility 4All)