Auf der topografisch anspruchsvollen Teststrecke im Erzgebirge zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg konnte Boldyn Networks erfolgreich die 5G-Echtzeit-Videoübertragungslösung erproben. In der Pressemitteilung des Unternehmens heißt es dazu:
Boldyn konnte auf dieser Strecke erfolgreich seine EVO-Echtzeit-Videoanwendung testen: Dabei übertragen an den Zügen temporär angebrachte Kameras Bilder in Echtzeit, d. h. mit einer sehr geringen Verzögerung (Latenz), deutlich unter 0,2 Sekunden – ein wichtiger Richtwert für fernbediente Anwendungen. Damit sind zentrale technische Voraussetzungen geschaffen, um perspektivisch auch sicherheitsrelevante Szenarien zu unterstützen. Die erfolgreich erprobte Videoanwendung eröffnet verschiedene Nutzungsmöglichkeiten: So kann sie künftig etwa ferngesteuertes Rangieren unterstützen und die Abläufe im Betrieb vereinfachen. Zudem ist die Liveüberwachung von Gefahrenbereichen und sensiblen Streckenabschnitten denkbar – etwa an Tunneln, Brücken oder Bahnübergängen. Jede der an den Zügen angebrachten 5G-Kameras verfügt über eine eigene Funkverbindung, was für zusätzliche Sicherheit sorgt. Wird eine Verbindung kurzfristig schwächer, übernimmt eine andere – so bleibt die Videoübertragung stabil, auch bei schwankender Netzqualität. Die mobilen Kameras lassen sich bei Bedarf kurzfristig und flexibel einsetzen und machen kostenintensive Umrüstungen an den Zügen überflüssig.
Rüdiger Hnyk, Chief Operating Officer von Boldyn Networks Deutschland erklärt: „Der Praxistest zeigt, dass unsere EVO-Echtzeit-Videoanwendung unter realen Bedingungen erfolgreich umgesetzt werden kann. Als Partner des SRCC schafft Boldyn damit eine wichtige Grundlage, um Anwendungen für die Automatisierung im Schienenverkehr schneller von der Erprobung in die Praxis zu bringen.“
Der SRCC wurde von der TU Chemnitz und der Stadt Annaberg-Buchholz als ein Forschungszentrum für intelligenten Schienenverkehr initiiert. Udo Wehner, Geschäftsführer des Bereiches SRCC an TU Chemnitz erläutert: „Der Standort Annaberg-Buchholz ist für derartige Anwendungen ideal, um Forschung und Praxis zu verbinden. Hier können gemeinsam Ideen entwickelt und schnell konzeptionell überprüft werden. Boldyn hat mit den Tests seiner innovativen Videoübertragungslösung gezeigt, dass Anforderungen vergleichbar zur Straßenverkehr-Fernlenk-Verordnung erfüllbar werden.“ Thomas Parthum, Manager Partner Netzwerk des SRCC fügt hinzu: „Als SRCC bieten wir für Unternehmen, für Forschende, Anwender und die Region eine Plattform mitten in Europa. Durch praktische Erprobung können Entwicklungszeiten oft verkürzt und Innovationen zur Digitalisierung des Bahnbetriebes für Mitarbeiter und Kunden schneller erlebbar gemacht machen.“
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